Wundermittel oder Überflüssig?
Interaktive 3D-Visualisierung
Echte und interaktive 3D Darstellung ist mittlerweile technisch möglich und auch in vielen Fällen sinnvoll, soll aber niemals als "Heilsbringer" oder gar als Ersatz für
dürftigen Inhalt gesehen werden, sondern als Ergänzung.
Vorteile der 3-D Visualisierung
Eine häufige Anwendung der Visualisierung ist es, wenn es das Objekt noch nicht gibt. Hier kann eine schöne Stange Geld gespart werden, wenn auf Musterbau und Prototyp-Entwicklung
verzichtet wird und die Präsentation rein virtuell erfolgt. Nicht jeder kann sich eine Geschäftseinrichtung, einen Messestand oder ein ganzes Bauwerk vom Plan weg vorstellen.
Ebenfalls nützlich ist 3-D Visualisierung, wenn Dinge schematisch erklärt werden sollen, z.B. die einzelnen Gebäude auf einem größeren Firmengelände und die
Zufahrt dazu, oder die Funktion einer Maschine oder Fertigungsanlage. Einzelteile können hervorgehoben werden, andere transparent angedeutet, Animationen können Bewegungsabläufe
erkennbar und Prozesse sichtbar machen. Der Standpunkt kann je nach Situation angepasst oder frei gewählt werden.
Normalerweise sehen Maschinen (mit Schrauben und Schweißnähten) nicht besonders gefällig aus, oft ist sogar die 3D-Darstellung mit ihren sauberen Kanten und Flächen interessanter.
Auch die auf das wesentliche reduzierte Darstellung von Gebäuden und Anlagen schafft wohltuende Übersicht.
Sehr gute Ergebnisse lassen sich auch mit vorgerenderten (=vorberechneten) Bildern oder Animationen erzielen. Diese können entweder wiederum in 3D-Objekte projiziert oder über "falsche"
3D-Darstellungen sehr flüssig animiert werden. Bei ersterer Variante werden Beleuchtung, Kantenunregelmäßigkeiten und kleine Strukturen bereits völlig realistisch vorausberechnet
und dann nur mehr "auf die Klötze geklebt". Ein wunderbares Beispiel dafür ist die Rembrandt-Ausstellung von Artifex. Unter "falscher" 3D-Darstellung verstehen
wir die Animation fertiger 3D Bilder, teils mit Parallaxen und Überschneidungen. Dabei kann der Standpunkt zwar nicht gleitend verändert werden, dafür laufen derartige Darstellungen
auch auf mittelalterlichen Computern stabil, benutzerfreundlich und eindrucksvoll: Das Hauptmenü zur CD "Wiener Jugendzentren" lief sogar auf einem 486er ohne Ruckeln.
Probleme und Grenzen der 3D-Visualisierung
Zum einen läuft das Programm der CD-ROM natürlich auf dem Computer des Benutzers; wir haben keinen Einfluss darauf, wie leistungsfähig dieser ist. Gerade in Firmen gibt es
oft Geräte aus grauer Vorzeit; Was bei uns schön flüssig mit Glanz und Schatten über den Bildschirm läuft, ist auf älteren Geräten mitunter ein jämmerliches
Geruckle, im schlimmsten Fall ein Absturz.
Zum anderen soll die 3D-Fähigkeit des Betrachters selbst nicht überschätzt werden: Orientierungslosigkeit durch mangelnde Bezugspunkte, komplizierte Steuerungen mit ellenlangen
Anleitungen und nicht zuletzt ein oft schwaches dreidimensionales Empfinden des Benutzers selbst führen zu Frust und Ärger.
Jenseits aller Technik-Verliebtheit ist auch der tatsächliche Informationswert oft gering und die Darstellung selbst nur wenig attraktiv.
Anders gesagt: Was soll es bringen, einen Laptop, ein Handy, ein Auto von allen Seiten zu betrachten? Laptops sollen mit Leistung und Ausstattung glänzen, Handys sollen trendy sein und
Autos werden wegen der Scheinwerfer (und der Blondine :-) gekauft. Nehmen Sie sich einen guten Fotografen und machen Sie effektvoll ausgeleuchtete Bilder. Das kostet die Hälfte und bringt
das Doppelte.
interaktive CD-ROM - Präsentation:
Was können 3D-Darstellungen
wirklich?
Links:
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3D Visualisierung in der Ladenplanung und
Architektur:
Nicht jeder kann sich eine Geschäftseinrichtung, einen Messestand oder ein ganzes Bauwerk vom Plan weg vorstellen.
(Partner: 3D-Visualsierung)
Die interalktive Ausstellung der Albertina:
Rembrandt als aktives räumliches Erlebnis.
(Partner: artifex 3D)
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