Tradition ist das beste Kapital:
Die (Firmen)-Chronik als Edutainment

Die Chronik der Firma / Organisation auf CD-ROM oder als gedrucktes Buch mit beigelegter CD-ROM ist ein zu Recht beliebter Teil einer größeren Präsentation. Zusätzlich kann sie für die Website aufbereitet werden - die Mehrkosten sind bei geschickter Vorgangsweise nur mehr gering.

Keinesfalls sollte die Recherche der Chronik unterschätzt werden. Es reicht nicht, in die Schublade zu greifen, Geburts- und Sterbedaten einzelner Personen sowie einige greifbare Jahreszahlen aneinander zu reihen. Geschichte muss erlebbar gemacht werden, es muss ein "Gefühl" für die Zeit und ihre Besonderheiten geschaffen werden.

Neben alten Fotos, Urkunden und Niederschriften kann das besonders durch Interviews von älteren Mitarbeitern bzw deren Kindern, Anrainern, Kunden und Lieferanten erreicht werden. Auch Querverbindungen zu parallelen historischen Ereignissen dürfen nicht fehlen, insbesonders dann, wenn sich diese auf die jeweilige Entwicklung ausgewirkt haben. Film- und Tondokumente können aus alten Archiven geholt werden, vielleicht auch Wochenschauberichte (auch wenn diese nicht unmittelbar etwas damit zu tun haben - sie schaffen hohe Glaubwürdigkeit und Authentizität). Sicher findet sich auch allerhand in den Archiven der Gemeinde, des Landes, in diversen Vereinen.
Die Chronik ist ein fokussierter "Nebenstrang" der Geschichte und muss als solcher dargestellt werden - nur so wird sie spannend und verständlich.
Es gibt einige Institute, Organisationen und freie Historiker, die sich auf die Recherche und Zusammenstellung von Chroniken für Gemeinden, Firmen und Organisationen (Vereine) spezialisiert haben.
Erwähnenswert hier zB kopf.arbeit firmenchronik

Bei größeren und sehr traditionsreichen Unternehmen/Organisationen gibt es auch die Möglichkeit einer "bezahlten Diplomarbeit". Zum Vorteil, dass das relativ kostengünstig ist kommen die Nachteile, dass dafür erstens unbestimmt viel Zeit vorgesehen sein sollte, dass das Ergebnis nicht immer der Selbstdarstellung des Unternehmens entspricht (Zeit von 1938 bis 1945) und natürlich auch, dass der Schreibstil von Diplomarbeiten für ein breiteres Publikum anders aufbereitet werden muss.

Besonders wenn die CD-ROM als Beigabe zu einem Buch vorgesehen ist, kann der gesamte Text des Buches in Form eines "Hörbuches" auf der CD vorhanden sein, sowohl als Audio-CD für den normalen CD-Player, als auch für Computer - wobei dann der Text plus Bilder plus O-Ton zum Mitlesen auf dem Bildschirm erscheint.
Interviews sind in der Regel nur Audio, das Kamerateam irritiert "normale" Menschen zu sehr und ist oft unverhältnismäßig teuer. Da man gesprochenen Text nicht 1:1 schreiben kann (unvollständige Sätze, Anmerkungen usw) wird der geschriebene Text und einige Bilder zusätzlich auf dem Bildschirm angezeigt. In der Nur-Audio-Version wird natürlich der O-Ton verwendet.
In jedem Fall sollen professionelle Sprecher engagiert und in einem Tonstudio aufgezeichnet werden; viele der Sprecher haben eigene kleine Studios:
Die Radio-Sprecherin Ute Maurnböck-Mosser (Ö1) macht sowohl Interviews als auch fertig geschnittene Audio-Daten.

Selbstverständlich kann die CD (zusätzlich) auch interaktiv gestaltet sein, mit allen Möglichkeiten, die der Computer bietet: Freie Auswahl in einem Menü, Suche, Sprünge über Kapitel hinweg, Zeitachsen, parallele Darstellung von Zusammenhängen und vieles mehr.
In dieser Form können auch andere Bezüge als in einem Buch hergestellt werden, etwa die Jahresbilanzen zu den entsprechenden Zeiträumen.
Besonders interessant sind über die Zeitachse animierte Infographiken, also zB Tortengraphiken, bei der sich die einzelnen Segmente kontinuierlich ändern. Hier muss aber in Abhängigkeit zum Zoomfaktor eine Glättung des Zahlenmaterials vorgenommen werden, um "Flackern" und Sprünge zu vermeiden.


Die Präsentation der Chronik erfolgt häufig über Videobeamer mit der CD-ROM in einer modifizierten Form: Wir machen das meist mit einem "Maus-Recorder", also einem Unterprogramm, mit dem wir in einem Durchgang die Mausklicks aufzeichnen und diese später bei der Präsentation oder auf Messen (ohne Mauszeiger) erneut abspielt. Dabei ist natürlich auf Eventualitäten und Timing zu achten: unauffälliges Anhalten, Vor- und Zurückspielen muss möglich sein, natürlich auch jederzeitiges Umschalten auf "manuelle" Vorführung plus Fortsetzung.
Sinnvollerweise wird dieser "Auto-Modus" auch auf der CD-ROM aktiviert, etwa nach einem TimeOut.


interaktive CD-ROM - Präsentation:

Darstellung von Produkten oder Leistungen

Was können 3D-Darstellungen wirklich?

Die Firmen-Chronik als Edutainment

Jahresberichte, Bilanzen, Leistungsdaten

Links

Ute Maurnböck: Sprecherin und Gestalterin

Firmenchronik

 

Firmenchronik

Die CD-ROM zum 50jährigen Jubiläum von Hödlmayr Autologistik enthält nicht nur den Text eines gesamten Buches, sondern darüber hinaus viele weitere Bilder und Interviews.

 

 

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