Endungsfrage: seite.php oder seite.html

Chio (admin) am 29.02.2008

Die Endung macht an sich keinen großen Zauber: Standardmäßig sind Server so eingestellt, dass Dateien mit der Endung .html direkt ausgeliefert werden, während Dateien mit .php vor der Auslieferung noch durch den PHP-Parser geschickt werden.
Mit der Datei .htaccess kann der Server aber so umkonfiguriert werden, dass er auch .html durch den PHP-Parser schickt.

Da aber die Extension Bestandteil der URL ist, müssen auch im Menü und überall sonst die URLs verbogen werden; weil kontakt.php und kontakt.html schlichtweg 2 verschiedene Seiten sein können.

Und hier wird es haarig. Es mag sein, dass WebsiteBaker selbst die Endungen durchgängig richtig stellt, aber ob das auch alle Module so machen, ist eine andere Frage. Außerdem kommt es immer wieder mal vor, dass nach Wartungsarbeiten des Providers derartige Einstellungen in der .htaccess außer Kraft gesetzt werden. Und das justament immer dann, wenn gerade keiner da ist, der sich drum kümmert. Den Saustall, der sich dann in den Suchmaschinen ansammelt, schleppt man ein Weilchen mit sich herum.

Was bringt .html statt .php

In Bezug auf Suchmaschinen: Gar nichts. Ein .html am Ende macht keine statische Seite, sondern eine dynamische Seite von einem Server, der mit .htaccess konfiguriert wurde. Das ist alles. Ein Blinder mit Krückstock erkennt das; derartige Seiten haben zb. kein Änderungsdatum im http-Header. Der Suchmaschinen-Spider beachtet die Extension in keinster Weise, er beachtet nur die gesamte URL.
Das ist aber ein Knackpunkt: Die schnelle Änderung der Extension lässt die gesamte Site in den Keller rasseln, weil aus der Sicht der Suchmaschine die gesamte Site verschwunden ist und an ihrer Stelle eine andere aufgetaucht ist. Weg ist der Kontinuitäts-Bonus.

Ästhetische Gründe: Eine Zeitlang galt es als sehr schick, eigentlich statische Seiten durch den PHP-Parser zu jagen: „Da schaut her, was ich alles kann!“. Dann kam der Umkehrschub, und es wurde schick, seinen php-Seiten eine html-Endung zu verpassen: „Aber ich erst, ich kann noch weit mehr!“
Inzwischen lockt man damit keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor.

Was jetzt?

Ich würde davon abraten, die Endung zu verbiegen, weil das eine sehr weitreichende Entscheidung ist, die sich kaum mehr rückgängig machen lässt, aber auf etwas wackeligen Beinen steht. Zumal es auch überhaupt nichts bringt.

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Websitebaker und Google

Der Suchmaschine ist es egal..

..solange nichts passiert. Aber wer garantiert, dass alle Module mitspielen?

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